{"id":126,"date":"2006-12-02T13:13:17","date_gmt":"2006-12-02T12:13:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/interview-zur-vorratsdatenspeicherung\/"},"modified":"2011-04-12T16:24:42","modified_gmt":"2011-04-12T14:24:42","slug":"interview-zur-vorratsdatenspeicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/interview-zur-vorratsdatenspeicherung\/","title":{"rendered":"Interview zur Vorratsdatenspeicherung"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Das folgende Interview wurde am 02.12.2006 einer Sch&#252;lerzeitung gegeben:<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Guten Tag. Bitte stellen Sie sich den Lesern kurz vor.<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Mein Name ist Patrick<font color=\"#ffffff\">i<\/font>Breyer. Ich bin von Beruf Jurist und ehrenamtlich im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung aktiv (http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de).<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Was ist Ihre pers&#246;nliche Motivation, an dem Projekt teilzunehmen?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Mir geht es um den Schutz unserer Freiheit vor einem Schn&#252;ffelstaat, der aus &#252;berzogener Kriminalit&#228;tsfurcht &#252;berwacht, was ihn nichts angeht. Die Vorratsdatenspeicherung ist ein wichtiger Bestandteil des sich entwickelnden &#220;berwachungsstaates. Wenn der Staat jeden &#252;berwacht, erm&#246;glicht ihm dieses Wissen, Einzelne zu kontrollieren und z.B. gezielt gegen unbequeme Kritiker vorzugehen. Au&#223;erdem entsteht ein allgemeines Klima des Misstrauens und der Beobachtung, das Menschen davon abh&#228;lt, sich kritisch zu engagieren und sich f&#252;r Verbesserungen in unserem Land einzusetzen. In einem freien Land muss &#220;berwachung und Kontrolle die Ausnahme bleiben und sich auf konkret verd&#228;chtige Menschen beschr&#228;nken. Es darf nicht sein, dass unverd&#228;chtige und ungef&#228;hrliche Menschen rein vorsorglich &#252;berwacht werden.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Wie sehen Sie die Erfolgsaussichten des Vereins?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Unser Arbeitskreis kann schon jetzt Erfolge vorweisen: Wir haben mit unseren <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=58&#038;Itemid=55\">Demos<\/a> gegen &#220;berwachungswahn ein Netzwerk aufgebaut und Menschen sensibilisiert. Die Offenen <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu\">Briefe<\/a> gegen die Vorratsdatenspeicherung scheinen einige SPD-Abgeordnete zum kritischen &#220;berdenken der Pl&#228;ne bewegt zu haben. Selbst der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/datenschutz\/vorratsdaten\/\">Gesetzentwurf<\/a> zur Vorratsdatenspeicherung vom November h&#228;tte schlimmer ausfallen k&#246;nnen. Ausgeschlossen ist darin eine Verwendung der Daten durch Geheimdienste und durch private Rechteinhaber. Ich denke, dass diese Einschr&#228;nkung auch dem &#246;ffentlichen Widerstand gegen die Pl&#228;ne zu verdanken ist. F&#252;r die Zukunft denke ich, dass wir zumindest eine Abschw&#228;chung der Pl&#228;ne erreichen k&#246;nnen, z.B. wo ein Verbot anonymer Emailkonten und von Anonymisierungsdiensten vorgesehen ist. Au&#223;erdem halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass das Bundesverfassungsgericht die geplante Vorratsdatenspeicherung kippen wird, f&#252;r sehr hoch.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Sind Sie mit der bisherigen Resonanz zufrieden?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Es ist &#252;berw&#228;ltigend, wie viele Menschen sich an unserer <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=51&#038;Itemid=70\">Verfassungsbeschwerde<\/a> gegen die geplante Totalprotokollierung der Telekommunikation beteiligen wollen. Mit mehreren Tausend Teilnehmern hatte niemand gerechnet. Die Menschen sehen endlich eine M&#246;glichkeit, sich gegen ihre verdachtslose &#220;berwachung zu wehren.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Durch die Aktion mit der Verfassungsbeschwerde sind auch viele neue Mitglieder in unseren Arbeitskreis eingetreten. Darunter finden sich nicht nur Computerspezialisten, sondern die verschiedensten Menschen, auch Sozialhilfeempf&#228;nger oder Rentner. Gerade Ostdeutsche wissen noch aus Stasizeiten, dass staatliche &#220;berwachung ganz konkrete Einschr&#228;nkungen unserer Freiheit und Handlungsm&#246;glichkeiten zur Folge hat.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Sind noch weitere Kampagnen und Ma&#223;nahmen geplant, um die Thematik mehr in die &#246;ffentliche Diskussion zu r&#252;cken?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Wir m&#246;chten das Thema Vorratsdatenspeicherung in eine Fernseh-Talkshow bringen. Au&#223;erdem wollen wir eine Kampagne starten, damit Zeitungen und Zeitschriften mehr &#252;ber dieses &#220;berwachungsprojekt berichten und informieren. N&#228;chstes Jahr wird es weitere Demonstrationen geben.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Wie kam es zum Zusammenschluss der verschiedenen Initiativen und Vereine?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung entstand aus einer Diskussionsliste der B&#252;rgerrechtsaktivisten von STOP1984. In diese Liste haben sich nach und nach Vertreter\/innen verschiedener B&#252;rgerrechtsorganisationen und besorgte Internetnutzer\/innen eingeklinkt. Zulauf hatten wir besonders nach unseren ersten Aktionen wie den Demonstrationen in <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=42&#038;Itemid=55\">Berlin<\/a> und <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=58&#038;Itemid=55\">Bielefeld<\/a> (\u201eFreiheit statt Angst &#8211; Demo gegen Sicherheits- und &#220;berwachungswahn\u201c).<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Wo sehen Sie die gr&#246;&#223;ten Gefahren f&#252;r die momentane Gesellschaft in der Vorratsdatenspeicherung? Wird sich die Nutzung des Internets grundlegend &#228;ndern?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Die Nutzung des Internet wird sich grundlegend &#228;ndern, weil wir k&#252;nftig damit rechnen m&#252;ssen, dass uns der Staat beim Surfen &#252;ber die Schulter sieht. Man wird \u2013 vermeintlich \u2013 illegales Verhalten meiden, aber auch solches Verhalten, bei dem man nur damit rechnet, dass es nachteilige Folgen haben k&#246;nnte.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Mit wem wir telefonieren und Emails schreiben, welche Seiten wir im Internet betrachten und was wir dort schreiben, wird k&#252;nftig nachvollziehbar. Anhand dieser Daten kann beispielsweise festgestellt werden, mit wem wir befreundet sind (h&#228;ufige Anrufe), welche politische Meinung wir haben (betrachtete Internetseiten) oder welche Probleme wir haben (betrachtete Internetseiten, Anrufe bei Telefonhotlines). Damit werden wir erpressbar oder passen unser Verhalten schon in vorauseilendem Gehorsam an, um jedes Risiko von Nachteilen auszuschlie&#223;en.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Nicht nur ein gro&#223;er Teil unseres t&#228;glichen Lebens wird abgebildet. Wir laufen auch Gefahr, vom Staat zuunrecht als \u201eSicherheitsrisiko\u201c eingestuft zu werden. Schon heute kontrollieren die USA bei der Einreise, ob sich die Einreisenden kritisch &#252;ber die Politik der US-Regierung (z.B. Irak-Krieg) ge&#228;u&#223;ert haben. Die friedliche Teilnahme an Globalisierungs- oder Umweltdemonstrationen kann in Deutschland zu Ausreiseverboten f&#252;hren, wenn es auf der Demonstration Gewalt gegeben hat \u2013 selbst wenn man daran nicht beteiligt war und nichts daf&#252;r kann. Wer k&#252;nftig anhand von Telekommunikationsdaten als Risiko eingestuft wird, hat mit Durchsuchungen, Befragung von Nachbarn und Arbeitgeber bis hin zur vorl&#228;ufigen Festnahme zu rechnen. Irrt&#252;mer der staatlichen Beh&#246;rden passieren immer wieder.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Eine Folge des Vorratsdatenspeicherung ist sicher: K&#252;nftig werden private Urheberrechtsverletzungen (Tauschb&#246;rsennutzung) l&#252;ckenlos verfolgt werden k&#246;nnen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Auf der Website kann man Briefe gegen die Vorratsdatenspeicherung <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu\">schreiben<\/a>, die an die Bundestagsabgeordneten gesendet werden. Wissen Sie von interessanten Antworten?<\/em><span style=\"font-style: normal\" \/><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Die Antworten k&#246;nnen auf <a href=\"http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu\/forum.htm\">http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu\/forum.htm<\/a> nachgelesen werden. Wenn die Abgeordneten von CDU und SPD &#252;berhaupt antworten, dann meistens mit einem Standardbrief, den sie jedem Briefeschreiber schicken. Zur Rechtfertigung der Regierungspl&#228;ne wird meistens argumentiert, \u201eWir m&#252;ssen die B&#252;rger vor Terroristen und organisierter Kriminalit&#228;t sch&#252;tzen\u201c, \u201eDie Datenspeicherung ist gar nicht so schlimm\u201c und \u201eDie EU schreibt uns das so vor\u201c.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Keines dieser Argumente ist bei n&#228;herer Betrachtung stichhaltig. Die Vorratsdatenspeicherung kann keinen nennenswerten Beitrag zur Strafverfolgung leisten. Das Bundeskriminalamt nennt nur 381 F&#228;lle, in denen in den letzten Jahren Telekommunikationsdaten fehlten. Diese 381 F&#228;lle machen weniger als 0,001% der insgesamt 2,8 Mio. ungekl&#228;rten Straftaten pro Jahr aus. Au&#223;erdem: Es geht dabei nur um die nachtr&#228;gliche Bestrafung, nicht um die Verhinderung von Straftaten. Man sollte die Millionen, die die geplante Totalprotokollierung Wirtschaft und Staat kosten w&#252;rde, stattdessen in ein Programm zur Kriminalit&#228;tspr&#228;vention zu investieren. Seit Jahren fehlt es an Geld f&#252;r Projekte, die an Schulen oder in Stadtteilen gezielt etwa gegen Drogenhandel oder Gewaltkriminalit&#228;t arbeiten. Dass solche Projekte Kriminalit&#228;t reduzieren, ist durch unabh&#228;ngige Untersuchungen belegt, w&#228;hrend die geplante Datenanh&#228;ufung nur in der Fantasie ihrer Bef&#252;rworter f&#252;r mehr Sicherheit im t&#228;glichen Leben sorgen kann.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Die <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu\">Aktion<\/a> \u201eOffene Briefe gegen die Vorratsdatenspeicherung\u201c ist trotz der sp&#228;rlichen Antworten nicht sinnlos. Denn hinter den Kulissen gibt es zunehmend Abgeordnete, die sich gegen die Vorratsdatenspeicherung aussprechen. Die st&#228;ndigen Briefe besorgter B&#252;rger liefern ihnen gute Argumente. Ich bitte euch daher alle, den Abgeordneten auf <a href=\"http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu\">http:\/\/briefe.gegen.daten.speicherung.eu<\/a> eure Meinung zur Vorratsdatenspeicherung zu schreiben. Die Abgeordneten m&#252;ssen sehen, dass nicht nur \u201eDatensch&#252;tzer\u201c gegen die Pl&#228;ne sind, sondern Menschen aus der gesamten Bev&#246;lkerung.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Gibt es Sch&#228;tzungen, wie gro&#223; die Datenmenge w&#228;re, die innerhalb eines Jahres zusammenk&#228;me?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Es wird sich um die gr&#246;&#223;te Datensammlung Deutschlands handeln. Genaue Zahlen sind nicht bekannt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Wie sollen die Daten ausgewertet und genutzt werden?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Jeder Verdacht einer am Telefon oder im Internet begangenen Straftat rechtfertigt eine Abfrage von Verbindungsdaten &#252;ber die Verd&#228;chtigen. Schon eine telefonische Beleidigung und &#228;hnliche Bagatellvergehen k&#246;nnen also gen&#252;gen, um eine Datenabfrage zu rechtfertigen. Auch zur Erforschung nicht elektronisch begangener Straftaten d&#252;rfen die Strafverfolger auf die Daten zugreifen, wenn es sich um eine \u201eerhebliche\u201c Straftat handelt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Der Zugriff soll nur bei konkretem Verdacht einer Straftat und mit Genehmigung eines Richters zugelassen werden. Wir bef&#252;rchten aber, dass die Zugriffsbeschr&#228;nkungen \u2013 wie in der Vergangenheit in anderen Bereichen geschehen \u2013 immer weiter verw&#228;ssert werden. Bald werden Politiker sagen: \u201eWarum sollten wir die sowieso vorhandenen Daten nicht auch gegen Sozialhilfebetr&#252;ger und Autobahnraser einsetzen?\u201c \u201eDie Geheimdienste brauchen Zugriff zur Bek&#228;mpfung von Terroristen.\u201c \u201eEs muss m&#246;glich sein, Schulschw&#228;nzer anhand ihrer Handy-Positionsdaten aufzufinden.\u201c Und so weiter.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Wie sollen die Daten gesch&#252;tzt werden? Besteht die Gefahr, dass diese in die \u201efalschen\u201c H&#228;nde geraten und z.B. Data Mining mit den Daten durchgef&#252;hrt wird?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Ja, es wird zur illegalen Weitergabe, Nutzung und Ver&#246;ffentlichung solcher Daten kommen, denn Gelegenheit macht Diebe. Wenn die Daten erst einmal vorhanden sind, gibt es immer Mittel und Wege, um an sie heran zu kommen. Man muss nur den richtigen Mitarbeiter beim zust&#228;ndigen Unternehmen (z.B. Telekom) kennen oder den richtigen Beamten bei den Strafverfolgern. Mit den Daten k&#246;nnen z.B. Politiker zum R&#252;cktritt gezwungen werden (hat der CSU-Politiker X Telefonsex?), Menschen erpresst werden (z.B. wegen sexueller Aff&#228;ren), Prominente von der Klatschpresse blo&#223;gestellt werden, Regierungskritiker oder politische Gegner von der Regierung bespitzelt werden.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Eine Rasterfahndung mit den Daten (\u201eData Mining\u201c) ist zurzeit nicht vorgesehen. Bei einer passenden Gelegenheit (z.B. Terroranschlag) kann sie aber ganz schnell erlaubt werden. Es w&#228;re dann m&#246;glich, die Kommunikations- und Bewegungsdaten automatisch auf &#8222;auff&#228;lliges Verhalten&#8220; durchsuchen und der Polizei melden zu lassen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Wird die Industrie Zugriff auf die Daten haben?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Das Telekommunikations-Unternehmen, bei dem man Kunde ist, muss die Daten speichern und hat dementsprechend auch Zugriff darauf.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Stehen die Einschr&#228;nkungen der Gesellschaft &#252;berhaupt in Relation zum Nutzen f&#252;r diese?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Nein, es ist vollkommen unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig, zur besseren Verfolgung von ein paar Straft&#228;tern das Kommunikationsverhalten der gesamten Bev&#246;lkerung zu protokollieren. Staaten, die eine Vorratsdatenspeicherung eingef&#252;hrt haben (z.B. Irland) konnten ihre Kriminalit&#228;tsrate nicht senken. Demgegen&#252;ber hat diese Ma&#223;nahme eine sehr abschreckende Wirkung auf die freie Kommunikation der Menschen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Letzte Frage: Ab welchem Alter kann man die <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=51&#038;Itemid=70\">Sammelklage<\/a> unterst&#252;tzen?<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Es gibt kein Mindestalter. Bei Minderj&#228;hrigen muss das Vollmachtsformular aber von den Erziehungsberechtigten mit unterschrieben werden.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Vielen Dank f&#252;r das Interview und viel Erfolg noch !<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-style: normal\">Gerne, und bitte macht mit bei unseren Aktionen gegen die Vorratsdatenspeicherung:  <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de.\">http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de.<\/a> Denkt daran: Es geht hier um eure Zukunft. Was man euch jetzt an Freiheiten wegnimmt, k&#246;nnt ihr sp&#228;ter nicht mehr zur&#252;ckholen. Einmal eingef&#252;hrte Sicherheits- und Kontrollgesetze sind noch nie wieder zur&#252;ckgenommen worden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das folgende Interview wurde am 02.12.2006 einer Sch&#252;lerzeitung gegeben: Guten Tag. Bitte stellen Sie sich den Lesern kurz vor. Mein Name ist PatrickiBreyer. Ich bin von Beruf Jurist und ehrenamtlich im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung aktiv (http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de). Was ist Ihre pers&#246;nliche Motivation, an dem Projekt teilzunehmen? 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