{"id":132,"date":"2006-12-23T11:24:55","date_gmt":"2006-12-23T10:24:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/zehn-forderungen-fuer-eine-datenschutzfreundlichere-informationstechnik\/"},"modified":"2011-05-02T09:01:22","modified_gmt":"2011-05-02T07:01:22","slug":"zehn-forderungen-fuer-eine-datenschutzfreundlichere-informationstechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/zehn-forderungen-fuer-eine-datenschutzfreundlichere-informationstechnik\/","title":{"rendered":"Zehn Forderungen f&#252;r eine datenschutzfreundlichere Informationstechnik"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesdatenschutzbeauftragte erhebt anl&#228;sslich des IT-Gipfels der Bundesregierung zehn wichtige <a href=\"http:\/\/www.bfdi.bund.de\/SharedDocs\/Publikationen\/ZehnTesenFuerEineDatenschutzfInformationstechnik.pdf?__blob=publicationFile\">Forderungen<\/a>, um Computerprodukte (Hard- und Software) und das Internet k&#252;nftig datenschutzfreundlicher zu gestalten. Hier eine Zusammenfassung der Thesen, denen man nur voll und ganz zustimmen kann:<\/p>\n<ol>\n<li>Informationstechnik transparent gestalten: Wir m&#252;ssen informiert werden, was mit unseren Daten geschieht.<\/li>\n<li>Entscheidungsfreiheit der Betroffenen st&#228;rken. Wirklich freiwillig ist unsere Einwilligung nur dann, wenn es wirkliche Alternativen gibt.<\/li>\n<li>Datenschutzanforderungen m&#252;ssen schon bei der Entwicklung neuer Systeme und Software ber&#252;cksichtigt werden.<\/li>\n<li>Insbesondere auf Datenvermeidung und Datensparsamkeit muss die Entwicklung neuer Computerprodukte ausgerichtet werden. Dies gilt besonders f&#252;r Prozess- und Verkehrsdaten, die bei der Benutzung der Produkte beil&#228;ufig anfallen.<\/li>\n<li>F&#252;r den Nutzer muss nachpr&#252;fbar werden, dass ein Produkt den Datenschutz wahrt, z.B. durch ein G&#252;tesiegel.<\/li>\n<li>Voreingestellte Sicherheit: Computerprodukte m&#252;ssen mit einer sicheren und datensparsamen Grundeinstellung ausgeliefert werden.<\/li>\n<li>Vertraulichkeit der Kommunikation st&#228;rken: Das Fernmeldegeheimnis muss zu einem umfassenden Mediennutzungsgeheimnis ausgebaut werden. Nur wenn der einzelne sicher sein kann, dass sein individuelles Nutzungsverhalten weder durch private noch durch &#246;ffentliche Stellen &#252;berwacht wird, wird er sich im virtuellen Raum frei bewegen.<\/li>\n<li>Datenschutz-Werkzeuge \u2013 etwa zur Verwendung von Pseudonymen, zur Erzeugung von sicheren Passworten, zum Auslesen des Inhalts von pers&#246;nlichen Datenspeichern und zur automatischen Bewertung des Datenschutz-Niveaus \u2013 m&#252;ssen entwickelt und kosteng&#252;nstig bereitgestellt werden.<\/li>\n<li>Keine Pers&#246;nlichkeitsprofile. Personenbezogene Verhaltens-, Nutzungs- und Bewegungsprofile d&#252;rfen \u2013 wenn &#252;berhaupt &#8211; nur mit Zustimmung der Betroffenen erstellt werden, m&#252;ssen sich auf konkret definierte Sachverhalte und Zwecke beschr&#228;nken und unter Kontrolle der Betroffenen bleiben.<\/li>\n<li>Informationelle Selbstbegrenzung von Staat und Wirtschaft. &#8222;Die Informationstechnik bietet das Potenzial einer Total&#252;berwachung. Politik und Wirtschaft sind deshalb aufgerufen, mit diesen M&#246;glichkeiten verantwortungsbewusst umzugehen und sich selbst zu begrenzen. Nicht alles, was irgendwie sinnvoll erscheint, darf auch realisiert werden.&#8220;<\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bfdi.bund.de\/SharedDocs\/Publikationen\/ZehnTesenFuerEineDatenschutzfInformationstechnik.pdf?__blob=publicationFile\">Die Forderungen des Bundesdatenschutzbeauftragten im Volltext (18.12.2006)<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesdatenschutzbeauftragte erhebt anl&#228;sslich des IT-Gipfels der Bundesregierung zehn wichtige Forderungen, um Computerprodukte (Hard- und Software) und das Internet k&#252;nftig datenschutzfreundlicher zu gestalten. Hier eine Zusammenfassung der Thesen, denen man nur voll und ganz zustimmen kann: Informationstechnik transparent gestalten: Wir m&#252;ssen informiert werden, was mit unseren Daten geschieht. Entscheidungsfreiheit der Betroffenen st&#228;rken. 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