{"id":3144,"date":"2011-07-01T12:16:45","date_gmt":"2011-07-01T10:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/?p=3144"},"modified":"2012-03-22T11:24:35","modified_gmt":"2012-03-22T10:24:35","slug":"umfrage-buerger-fordern-besseren-datenschutz-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/umfrage-buerger-fordern-besseren-datenschutz-im-internet\/","title":{"rendered":"Umfrage: B&#252;rger fordern besseren Datenschutz im Internet [erg&#228;nzt am 22.03.2012]"},"content":{"rendered":"<p>Neue repr&#228;sentative Meinungsumfragen <a href=\"http:\/\/www.webcitation.org\/query?url=http%3A%2F%2Fwww.bitkom.org%2Ffiles%2Fdocuments%2FBITKOM_Publikation_Datenschutz_im_Internet.pdf&amp;date=2011-07-01\">der BITKOM<\/a> vom Januar 2011 und <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/public_opinion\/archives\/ebs\/ebs_359_en.pdf\">der EU<\/a> vom November\/Dezember 2010 liefern Argumente f&#252;r einen besseren Datenschutz im Internet:<\/p>\n<ul>\n<li>81% der befragten Internetnutzer in Deutschland fordern, die Unternehmen m&#252;ssten f&#252;r einen <strong>besseren Datenschutz<\/strong> sorgen.<\/li>\n<li>72% fordern, der Staat m&#252;sse <strong>strengere Regeln <\/strong>f&#252;r den Datenschutz im Internet erlassen.<\/li>\n<li>43% f&#252;hlen sich im Internet wegen des Risikos der <strong>Aussp&#228;hung und illegalen Nutzung pers&#246;nlicher Daten<\/strong> &#8222;bedroht&#8220;.<\/li>\n<li>6% geben an, durch Schadprogramme oder infolge eines <strong>Datendiebstahls <\/strong>im Internet bereits einen finanziellen Schaden erlitten zu haben. 3% sagen, ihre pers&#246;nlichen Daten seien bereits &#8222;ausgesp&#228;ht und illegal genutzt worden&#8220;.<\/li>\n<li>70% der <strong>Internetnutzer verzichten aus Sicherheitsgr&#252;nden<\/strong> bewusst auf bestimmte Aktivit&#228;ten im Internet wie E-Mail-Dokumentenversand, Online-Banking oder Online-Shopping.<\/li>\n<li>78% meinen, der Staat solle zum <strong>Verbraucherschutz <\/strong>st&#228;rker im Internet eingreifen.<\/li>\n<li>51% meinen, der Staat solle zum <strong>Schutz personenbezogener Daten<\/strong> st&#228;rker im Internet eingreifen.<\/li>\n<li>51% der Europ&#228;er und 62% der Deutschen sagen, es mache ihnen etwas aus, wenn sie zur <strong>Nutzung kostenfreier Dienste<\/strong> (z.B. E-Mail-Konto) personenbezogene Daten angeben m&#252;ssten.<\/li>\n<li>64% der Europ&#228;er mussten bereits <strong>mehr pers&#246;nliche Daten preisgeben <\/strong>als zur Nutzung des Dienstes erforderlich gewesen w&#228;ren. 72% (73% der Deutschen) sind dar&#252;ber ziemlich oder sehr besorgt.<\/li>\n<li>Die wichtigsten <strong>Risiken einer Preisgabe pers&#246;nlicher Daten<\/strong> werden darin gesehen, dass diese ohne Wissen des Betroffenen genutzt, an Dritte weiter gegeben oder zu anderen Zwecken als gewollt verwendet werden k&#246;nnen, dass man Opfer eines Betrugs oder eines Identit&#228;tsdiebstahls werden kann und dass man unerw&#252;nschte Werbung erhalten kann.<\/li>\n<li>49% der Europ&#228;er (55% der Deutschen) sind besorgt, dass bei der Nutzung von Handy oder mobilem Internet ihr <strong>Verhalten erfasst <\/strong>wird (z.B. Gespr&#228;chsinhalt, Aufenthaltsort). 41% (54% der Deutschen) besorgt, dass ihr Verhalten auf Privatgel&#228;nde (z.B. Restaurant, Arbeitsplatz) z.B. mithilfe von Kameras aufgezeichnet wird; f&#252;r 34% (37% der Deutschen) gilt dies auch auf &#246;ffentlichem Gel&#228;nde (z.B. Stra&#223;e, U-Bahn, Flugh&#228;fen). 51% der Internetnutzer (62% der deutschen Internetnutzer) machen sich Sorgen dar&#252;ber, dass ihr Verhalten im Internet (z.B. beim Surfen) erfasst wird.<\/li>\n<li>54% (69% der Deutschen) f&#252;hlen sich nicht wohl bei dem Gedanken, dass Internetunternehmen ihr <strong>Internet-Nutzungsverhalten aufzeichnen<\/strong>, um ihnen Inhalte zu pr&#228;sentieren, die auf ihre pers&#246;nlichen Interessen zugeschnitten sein sollen.<\/li>\n<li>Um ihre Anonymit&#228;t zu sch&#252;tzen, machen 7% der Europ&#228;er (8% der Deutschen) bei Fragen nach ihren pers&#246;nlichen Daten teilweise <strong>falsche Angaben<\/strong>.<\/li>\n<li>12% (10% der Deutschen) berichteten, sie selbst, Verwandte oder Bekannte seien schon von <strong>Datenverlust und Identit&#228;tsdiebstahl <\/strong>betroffen gewesen.<\/li>\n<li>63% (78% der Deutschen) <strong>misstrauen Telekommunikationsunternehmen <\/strong>beim Umgang mit ihren pers&#246;nlichen Daten. Internetunternehmen (z.B. Suchmaschinen, soziale Netzwerke, E-Mail-Dienste) misstrauen 62% (74% der Deutschen).<\/li>\n<li>74% (95% der Deutschen) sagen, die Sammlung und Verarbeitung jeglicher pers&#246;nlicher Daten sollte eine <strong>konkrete Einwilligung <\/strong>voraus setzen.<\/li>\n<li><strong>In F&#228;llen von Datenmissbrauch sollte eine Aufsichtsbeh&#246;rde <\/strong>eine Geldbu&#223;e verh&#228;ngen (51%, 49% der Deutschen), die Datenverwendung k&#252;nftig untersagen (40%, 42% der Deutschen), den Verarbeiter zur Entsch&#228;digung der Betroffenen verpflichten (39%, 40% der Deutschen) und bessere technische M&#246;glichkeiten zum Datenschutz und zur Datensicherheit finden (30%, 46% der Deutschen).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch <strong>Argumente gegen staatliche &#220;berwachung <\/strong>lassen sich aus den Umfragen ableiten:<\/p>\n<ul>\n<li>52% der deutschen Internetnutzer machen sich laut BITKOM-Umfrage <strong>Sorgen um die Freiheit im Internet<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>62% der Internetnutzer sprechen sich laut BITKOM-Umfrage dagegen aus, dass der Staat verst&#228;rkt Internet-Verbindungsdaten f&#252;r polizeiliche Zwecke (auf Vorrat) speichern l&#228;sst.<\/strong><\/li>\n<li>Laut EU-Umfrage sind 63% der B&#252;rger (65% der Deutschen) der Meinung, <strong>Zugriffe der Polizei auf personenbezogene Daten<\/strong> sollten nur bei bestimmten Daten und nur im Rahmen konkreter Ermittlungsverfahren oder sogar nur mit richterlicher Genehmigung zugelassen sein. Nur 33% der B&#252;rger finden, die Polizei sollte allgemein zur Kriminalit&#228;tsverh&#252;tung Zugriff auf personenbezogene Daten haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach dem B&#252;rgerwillen bez&#252;glich der vorsorglichen Massenerfassung von Telekommunikations- oder Flugreisedaten der gesamten Bev&#246;lkerung fragte die EU leider nicht. Die EU-Kommission plant aber eine Umfrage zur Vorratsdatenspeicherung.<\/p>\n<p>Erg&#228;nzung am 22.03.2012:<\/p>\n<p>Nach einer aktuellen <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/de\/markt_statistik\/64018_71530.aspx\">Umfrage<\/a> im Auftrag der BITKOM hat jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) schon bewusst falsche Angaben gemacht, um seine Privatsph&#228;re zu sch&#252;tzen. Das entspricht 19 Millionen Deutschen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue repr&#228;sentative Meinungsumfragen der BITKOM vom Januar 2011 und der EU vom November\/Dezember 2010 liefern Argumente f&#252;r einen besseren Datenschutz im Internet: 81% der befragten Internetnutzer in Deutschland fordern, die Unternehmen m&#252;ssten f&#252;r einen besseren Datenschutz sorgen. 72% fordern, der Staat m&#252;sse strengere Regeln f&#252;r den Datenschutz im Internet erlassen. 43% f&#252;hlen sich im Internet [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,5,4,7,13,20,3,6,18],"tags":[72,41],"class_list":["post-3144","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-datenschutz-im-privatsektor","category-datenschutz-im-staat","category-internet-unternehmen","category-internet-zugangsprovider","category-metaowl-watchblog","category-surfprotokollierung","category-tk-unternehmen","category-vorratsdatenspeicherung","category-zahlen-und-fakten","tag-eurobarometer","tag-umfrage"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3144","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3144"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3144\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3197,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3144\/revisions\/3197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}