{"id":3879,"date":"2011-11-30T07:43:42","date_gmt":"2011-11-30T05:43:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/?p=3879"},"modified":"2011-11-30T10:19:54","modified_gmt":"2011-11-30T08:19:54","slug":"brief-an-spd-europaabgeordnete-zur-vorratsdatenspeicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/brief-an-spd-europaabgeordnete-zur-vorratsdatenspeicherung\/","title":{"rendered":"Brief an SPD-Europaabgeordnete zur Vorratsdatenspeicherung"},"content":{"rendered":"<p>Aus einem Brief an die SPD-Europaabgeordnete und Innenexpertin <a href=\"http:\/\/www.birgit-sippel.de\/\">Birgit Sippel<\/a> vom 27.11.2011:<\/p>\n<p><strong>Hintergrundinformationen zur Vorratsdatenspeicherung<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Sippel,<\/p>\n<p>mit gro&#223;em Interesse habe ich Ihre Diskussionsbeitr&#228;ge bei der <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/508\/79\/lang,de\/\">Podiumsdiskussion<\/a> zur Vorratsdatenspeicherung am 17.11.2011 in Regensburg verfolgt.<\/p>\n<p>Da Sie seit einiger Zeit Mitglied der Expertengruppe zur Vorratsdatenspeicherung sind, w&#252;rde ich Ihnen gerne zu 5 Punkten, die mir aufgefallen sind, einige Hintergrundinformationen zukommen lassen. Ich hoffe, diese Informationen sind Ihnen bei Ihrer Arbeit von Nutzen.<\/p>\n<p><strong>1. Gegenstand der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es nicht um Daten, die ohnehin bei den Anbietern vorhanden und zur Abrechnung gespeichert w&#252;rden. Vielmehr ist Vorratsdatenspeicherung gerade der Zwang zur Aufbewahrung von Kommunikationsdaten ohne betrieblichen oder sonstigen Anlass. Derzeit d&#252;rfen in Deutschland etwa eingehende Verbindungen (z.B. ankommende Anrufe), Handy-Standortdaten (Wer hat wo telefoniert?) und E-Mail-Verbindungsdaten (Wer hat wem eine E-Mail geschickt?) nicht gespeichert werden. Auch die beim Internet-Surfen genutzte Kundenkennung (IP-Adresse) d&#252;rfen Anbieter nicht speichern. Bei Pauschaltarifen (&#8222;flatrates&#8220;) d&#252;rfen keinerlei Verbindungsdaten gespeichert werden, weil dies nicht zur Abrechnung erforderlich ist. Es werden somit derzeit sehr viel weniger Verbindungsdaten gespeichert als mit einer Vorratsdatenspeicherung. Au&#223;erdem l&#228;sst sich die Speicherung von Verbindungsdaten zurzeit insgesamt verhindern (Flatrate), was eine Vorratsdatenspeicherung &#228;ndern w&#252;rde. Nach Sch&#228;tzungen f&#252;hrte eine Vorratsdatenspeicherung zur Speicherung 100-mal so vieler Verkehrsdaten wie bisher.<\/p>\n<p>Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es auch nicht um die Frage, unter welchen Voraussetzungen der Staat auf Kommunikationsdaten zugreifen darf. Die Richtlinie <a target=\"_self\" href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=CELEX:32006L0024:DE:HTML\">2006\/24\/EG<\/a> \u201eharmonisiert weder die Frage des Zugangs zu den Daten durch die zust&#228;ndigen nationalen Strafverfolgungsbeh&#246;rden noch die Frage der Verwendung [\u2026] dieser Daten\u201c (EuGH, Az. <a href=\"http:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=C-301\/06\" title=\"C-301\/06 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">C-301\/06<\/a>). Die EU hat jenseits der F&#228;lle des grenz&#252;berschreitenden Datenaustauschs auch keine Kompetenz, die Frage des innerstaatlichen Zugriffs auf Kommunikationsdaten zur Strafverfolgung zu regeln.<\/p>\n<p>Die von Ihnen bef&#252;rworteten Einschr&#228;nkungen des Zugriffs auf betrieblich gespeicherte Kommunikationsdaten und Verbesserungen der Datensicherheit in diesem Bereich sind &#252;ber die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung nicht m&#246;glich. Diese Richtlinie regelt einzig den zus&#228;tzlichen Vorratsdatenbestand. Die zu betrieblichen Zwecken gespeicherten Daten bleiben so zug&#228;nglich und unsicher wie bisher, egal wie man die Richtlinie ausgestaltet.<\/p>\n<p><strong>2. Risiken und Nachteile einer Vorratsdatenspeicherung<\/strong><\/p>\n<p>Dass der Telekom-Skandal kein Fall eines staatlichen Datenmissbrauchs war, &#228;ndert nichts daran, dass eine Vorratsdatenspeicherung gesch&#228;tzt 100mal so viele Daten wie bisher dem Risiko eines solchen privaten Missbrauchs oder von Datenpannen bei den tausenden privater Telekommunikationsunternehmen aussetzen w&#252;rde. H&#228;tte es damals eine Vorratsdatenspeicherung gegeben, h&#228;tte die Telekom weit mehr Daten missbraucht als sie es ohne Vorratsdatenspeicherung konnte.<\/p>\n<p>Wenngleich die Gefahr eines Missbrauchs von Kommunikationsdaten auch ohne Vorratsdatenspeicherung besteht, kann man sich ohne Vorratsdatenspeicherung vor diesem Risiko sch&#252;tzen, indem man einen Pauschaltarif w&#228;hlt und sofortige Datenl&#246;schung w&#252;nscht.<\/p>\n<p>Zwar sind mit jeder Ermittlungsma&#223;nahme Missbrauchsrisiken verbunden. Wegen dieser Risiken sind rechtsstaatliche Ermittlungsma&#223;nahmen aber auf Verd&#228;chtige beschr&#228;nkt und richten sich nicht \u2013 wie die Vorratsdatenspeicherung \u2013 ohne jeden Anlass gegen jeden B&#252;rger. Nur die Beschr&#228;nkung auf Personen, die zu Grundrechtseingriffen Anlass gegeben haben, rechtfertigt die Inkaufnahme der damit verbundenen Missbrauchsrisiken.<\/p>\n<p>Es trifft nicht zu, dass es keine 100%ige Datensicherheit g&#228;be. Eine 100%ige Datensicherheit l&#228;sst sich dadurch gew&#228;hrleisten, dass Daten nicht gespeichert werden. Nur nicht gespeicherte Daten sind zu 100% sicher vor Missbrauch, Verlust und unbefugtem Zugriff.<\/p>\n<p>An konkreten Missbrauchsf&#228;llen der Vergangenheit kann ich Ihnen nennen:<\/p>\n<ul>\n<li>2005-2007 veranlassten die polnische Polizei und zwei gro&#223;e Geheimdienste, dass die Kommunikationsdaten von mindestens 10 Journalisten gespeichert werden, um deren Quellen aufzudecken. Der Zugriff auf die Daten durch Polizei und Geheimdienste erfolgte ohne gerichtlichen Beschluss oder eine andere Legitimierung, und die Ermittlungen waren nicht Teil eines laufenden Verfahrens.<sup id=\"cite_ref-ftn0_0-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn0-0\" target=\"_top\">[1]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>2006 verkaufte ein Mitarbeiter von T-Mobile die Kundendaten aller 17 Mio. Kunden an kriminelle Kreise, darunter Geheimnummern und Privatanschriften von Politikern, Staatsoberhaupten, Wirtschaftsf&#252;hrer, Million&#228;re, Kirchenangeh&#246;rige und die Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Juden,<sup id=\"cite_ref-ftn1_1-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn1-1\" target=\"_top\">[2]<\/a><\/sup> die ihre Wohnanschriften aus gutem Grund geheim halten m&#252;ssen. Das Bundeskriminalamt erstellte eine Gef&#228;hrdungsanalyse, um Betroffene sch&#252;tzen zu k&#246;nnen. Zur Aufkl&#228;rung des Datenlecks verletzte T-Mobile erneut das Fernmeldegeheimnis und &#252;berpr&#252;fte illegal auf eigene Faust Verbindungsdaten.<sup id=\"cite_ref-ftn2_2-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn2-2\" target=\"_top\">[3]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>Einem Mitarbeiter des BND, der mit der &#220;berwachung der elektronischen Kommunikation betraut war, nutzte 2007 seine technischen M&#246;glichkeiten privat. Er sp&#228;hte den Email-Verkehr eines Deutschen aus, weil dieser ein Verh&#228;ltnis mit seiner Frau hatte.<sup id=\"cite_ref-ftn3_3-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn3-3\" target=\"_top\">[4]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>Ein Mitarbeiter von T-Mobile Gro&#223;britannien verkaufte &#252;ber ein Jahr lang (2008-2009) pers&#246;nliche Daten hunderttausender britischer Handykunden von T-Mobile (Name, Adresse, Telefonnummer, Vertragsdaten).<sup id=\"cite_ref-ftn4_4-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn4-4\" target=\"_top\">[5]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>Ein tschechischer Polizist fragte 2009 und 2010 im Auftrag einer privaten Sicherheitsfirma und politischer Kreise illegal Handy-Verbindungsdaten und Standortdaten &#252;ber Personen des &#246;ffentlichen Lebens ab. Die Liste der so Ausspionierten umfasst den Vorsitzenden des tschechischen Verfassungsgerichtes, Journalisten zweier Tageszeitungen, Gesch&#228;ftsleute aus der Sicherheits-, Energie- und R&#252;stungsbranche sowie mehrere Spitzenpolitiker verschiedener Parteien \u2013 darunter Vertraute von Staatspr&#228;sident V\u00e1clav Klaus.<sup id=\"cite_ref-ftn5_5-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn5-5\" target=\"_top\">[6]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>Eine 40-j&#228;hrige irische Polizeibeamtin wurde 2010 versetzt, weil sie nach der Trennung von ihrem Exfreund unter Missbrauch ihres Amtes dessen Telefon-Verbindungs- und Standortdaten angefordert haben soll, um ihm hinterherzuspionieren.<sup id=\"cite_ref-ftn6_6-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn6-6\" target=\"_top\">[7]<\/a><\/sup> Die Beamtin war in der f&#252;r Terrorismus und organisierte Kriminalit&#228;t zust&#228;ndigen Abteilung der Zentrale der irischen Polizei f&#252;r Telekommunikations&#252;berwachung zust&#228;ndig.<\/li>\n<li>In Gro&#223;britannien wurden 2007-2010 &#252;ber 900 Disziplinarverfahren gegen Polizist\/innen wegen des Verdachts der Verletzung des Datenschutzgesetzes gef&#252;hrt. 243 Beamte und Mitarbeiter der Polizei wurden wegen Datenschutzverletzungen strafrechtlich verurteilt, 98 wurden entlassen. Der Grund daf&#252;r war meist der Abruf polizeilicher Daten zu privaten Zwecken. Beispielsweise wurden polizeiliche Daten verwendet, um einem potenziellen Partner bel&#228;stigende Nachrichten zu senden. Ausgeforscht wurden auch Exfrauen, Nachbarn und Arbeitskollegen von Polizist\/innen.<sup id=\"cite_ref-ftn7_7-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn7-7\" target=\"_top\">[8]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>In Frankreich wertete der Inlandsgemeimdienst DCRI Verbindungsdaten aus, um die Quellen von Journalisten offenzulegen.<sup id=\"cite_ref-ftn16_8-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn16-8\" target=\"_top\">[9]<\/a><\/sup> Die Telekommunikationsunternehmen gaben die Daten bereitwillig heraus,<sup id=\"cite_ref-ftn17_9-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn17-9\" target=\"_top\">[10]<\/a><\/sup> obwohl die nach franz&#246;sischem Recht erforderliche Anordnung eines Richters oder der Kontrollkommission CNCIS fehlte.<sup id=\"cite_ref-ftn18_10-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn18-10\" target=\"_top\">[11]<\/a><\/sup> Diese Verletzung des Fernmeldegeheimnisses soll routinem&#228;&#223;ig nach unangenehmen Presseberichten erfolgt sein.<sup id=\"cite_ref-ftn14_11-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn14-11\" target=\"_top\">[12]<\/a><\/sup> Zuvor hatte ein Staatsanwalt die Verbindungsdaten einer Richterin ausgewertet, um die Quellen investigativer Journalisten der Zeitung \u201eLe Monde\u201c aufzudecken<sup id=\"cite_ref-ftn19_12-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn19-12\" target=\"_top\">[13]<\/a><\/sup> \u2013 eine Verletzung des Quellenschutzes, wie ein Gericht sp&#228;ter feststellte.<sup id=\"cite_ref-ftn15_13-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn15-13\" target=\"_top\">[14]<\/a><\/sup><\/li>\n<li>Daneben gab es zahllose Abh&#246;rskandale auch in Griechenland, Gro&#223;britannien, Italien, Portugal, der Slowakei und Slowenien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei verursacht die Missbrauchsgefahr aus meiner Sicht noch nicht einmal den gr&#246;&#223;ten Schaden, den eine Vorratsdatenspeicherung anrichtet. Auch ohne Vorsatz besteht die permanente Gefahr eines ungewollten Bekanntwerdens vertraulichster Informationen durch Datenpannen und -verluste. Ferner ziehen Verbindungs- und Standortdaten oft einen Verdacht gegen Unschuldige nach sich, weil sie massenhaft ausgewertet werden oder der Benutzer eines Anschlusses nicht feststellbar ist. All diese Risiken halten Menschen von Kommunikation ab, was wieder vielf&#228;ltige Nachteile nach sich zieht. Konkrete Beispiele finden Sie in unserem Bericht \u201eSicherheit geht vor Sammelwut &#8211; Vorratsspeicherung gef&#228;hrdet Menschenleben\u201c,<sup id=\"cite_ref-ftn8_14-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn8-14\" target=\"_top\">[15]<\/a><\/sup> der die folgenden Nachteile anspricht:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen gef&#228;hrdet den Schutz von Kindern und kann Menschenleben kosten<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen beg&#252;nstigt Korruption<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen gef&#228;hrdet die Wissenschaft<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen setzt Arbeitspl&#228;tze aufs Spiel<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen l&#228;sst politische Kritiker abtauchen<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen verhindert die Ermittlung von Straft&#228;tern<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen f&#252;hrt zur Verfolgung Unschuldiger<\/li>\n<li>Eine Erfassung s&#228;mtlicher Telefongespr&#228;che und Verbindungen f&#252;hrt zum Bekanntwerden vertraulichster Beziehungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Beschr&#228;nkung der Speicherdauer, des Speicherumfangs oder des legalen staatlichen Zugriffs auf Vorratsdaten oder auch Versuche zur Erh&#246;hung der Datensicherheit w&#252;rden an den jeder verdachtslosen allumfassenden Vorratsdatenspeicherung immanenten Risiken und Nachteilen nichts &#228;ndern. Diese Risiken und Nachteile ergeben sich zwangsl&#228;ufig aus der unterschiedslosen Natur einer Kommunikations- und Bewegungserfassung Unverd&#228;chtiger \u201eauf Vorrat\u201c. Nur nicht gespeicherte Daten sind sichere Daten.<\/p>\n<p><strong>3. Effektivit&#228;t und Evaluierung<\/strong><\/p>\n<p>Mit Interesse habe ich vernommen, dass aktuell eine erneute Evaluierung des Nutzens einer Vorratsdatenspeicherung stattfindet. Wie Sie zurecht ausgef&#252;hrt haben, belegt der Evaluierungsbericht der EU-Kommission von vor einigen Monaten nicht, dass eine Vorratsdatenspeicherung zur Strafverfolgung notwendig w&#228;re:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Bericht spricht von dem Nutzen \u201egespeicherter Kommunikationsdaten\u201c (\u201eretained data\u201c), ohne aber zu unterscheiden, ob die Daten einzig wegen eines Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung vorhanden waren oder auch sonst zu erlangen gewesen w&#228;ren (z.B. Abrechnungsdaten, auf richterliche Anordnung im Verdachtsfall gespeicherte Daten).<\/li>\n<li>Die Nennung von Einzelf&#228;llen zum Beleg eines vermeintlichen Nutzens ber&#252;cksichtigt nicht, dass Straftaten auch bei fehlgeschlagener Verkehrsdatenabfrage nicht selten auf anderem Wege aufgekl&#228;rt werden (z.B. Bankdaten im Fall von Internetbetrug). Wo Kommunikationsdaten die Aufkl&#228;rung einer Straftat erm&#246;glicht haben, erlaubt dies also nicht den Schluss, dass die Straftat sonst nicht aufgekl&#228;rt worden w&#228;re.<\/li>\n<li>Die Nennung von Einzelf&#228;llen zum Beleg eines vermeintlichen Bedarfs ber&#252;cksichtigt nicht, dass Ermittlungsverfahren selbst bei vorhandenen Verkehrsdaten nicht selten ohnehin eingestellt werden m&#252;ssen, dass man also auch mit Verkehrsdaten oft nicht weiter kommt (z.B. wegen der vielf&#228;ltigen Umgehungs- und Verschleierungsm&#246;glichkeiten). Wo Kommunikationsdaten gefehlt haben, erlaubt dies also nicht den Schluss, dass die Straftat sonst aufgekl&#228;rt worden w&#228;re.<\/li>\n<li>Die Untersuchung einzelner Ermittlungsverfahren ber&#252;cksichtigt vor allem nicht, dass einem etwaigen Nutzen der Vorratsdatenspeicherung f&#252;r die Verfolgung einiger Straftaten viele andere Straftaten gegen&#252;ber stehen, deren Aufkl&#228;rung die Vorratsdatenspeicherung vereitelt. So werden der Polizei weniger Straftaten angezeigt, wenn dies nicht mehr im Schutz der Anonymit&#228;t m&#246;glich ist. Unbekannte Straftaten k&#246;nnen auch nicht aufgekl&#228;rt werden. Au&#223;erdem l&#246;st eine fl&#228;chendeckende Vorratsdatenspeicherung Vermeidungsverhalten aus (z.B. verst&#228;rkte Nutzung von Internet-Caf\u00e9s, offener Internetzug&#228;nge, Anonymisierungsdienste, &#246;ffentlicher Telefone, unregistrierter Handykarten, nicht-elektronischer Kommunikationskan&#228;le), das die Verhinderung und Verfolgung selbst schwerer Straftaten geradezu erschwert. Denn Vermeidungsma&#223;nahmen vereiteln oftmals zugleich verdachtsabh&#228;ngige Telekommunikations&#252;berwachungsma&#223;nahmen, wie sie ohne Vorratsdatenspeicherung noch m&#246;glich sind. Dadurch entfaltet eine Vorratsdatenspeicherung auf Gefahrenabwehr und Strafverfolgung kontraproduktive Wirkungen und verkehrt den erhofften Nutzen der Ma&#223;nahme m&#246;glicherweise sogar in sein Gegenteil.<\/li>\n<li>Der Bericht weist nicht nach, dass in Staaten ohne Vorratsdatenspeicherung Straftaten seltener aufgekl&#228;rt oder h&#228;ufiger begangen w&#252;rden. Vielmehr ist f&#252;r Deutschland nachgewiesen, dass die 2008-2010 praktizierte Vorratsdatenspeicherung keinerlei erkennbaren Einfluss auf die Zahl der registrierten schweren Straftaten oder ihre Aufkl&#228;rungsquote hatte.<sup id=\"cite_ref-ftn9_15-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn9-15\" target=\"_top\">[16]<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Saldierung aller positiven und negativen Auswirkungen einer Vorratsdatenspeicherung auf die Strafverfolgung l&#228;sst sich niemals durch Untersuchung von Einzelf&#228;llen vornehmen, sondern einzig durch Vergleich der Aufkl&#228;rungsquoten mit und ohne Vorratsdatenspeicherung. Und hier hat bereits ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags ergeben, dass die Einf&#252;hrung einer Vorratsdatenspeicherung in keinem der 21 untersuchten EU-Mitgliedsstaaten zu signifikanten &#196;nderungen der Aufkl&#228;rungsquote gef&#252;hrt hat.<sup id=\"cite_ref-ftn10_16-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn10-16\" target=\"_top\">[17]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Bitte achten Sie darauf, dass die aktuell laufende Evaluierung nicht wieder von der Methodik her so angelegt ist, dass sie eine wissenschaftlich haltbare Aussage &#252;ber die Frage des Nettonutzens einer Vorratsdatenspeicherung von vornherein nicht zul&#228;sst. Die grundlegende Kritik an dem letzten Evaluierungsbericht finden Sie in Analysen von EDRi<sup id=\"cite_ref-ftn20_17-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn20-17\" target=\"_top\">[18]<\/a><\/sup> und AK Vorrat<sup id=\"cite_ref-ftn21_18-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn21-18\" target=\"_top\">[19]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Sie haben in Regensburg gesagt, in der zust&#228;ndigen Expertengruppe seien B&#252;rgerrechtler vertreten. Bitte teilen Sie mir mit, wer dies ist. Die EU-Richtlinie sieht meines Wissens keine Teilnahme von Vertretern der Zivilgesellschaft vor, und die EU-Kommission hat einen Antrag von uns, zu den Sitzungen der Expertengruppe eingeladen zu werden, abgelehnt, obwohl diese M&#246;glichkeit in der Gesch&#228;ftsordnung vorgesehen ist.<\/p>\n<p><strong>4. Rechtslage<\/strong><\/p>\n<p>Es trifft nicht zu, dass keines der Verfassungsgerichte von Deutschland, Tschechien und Rum&#228;nien die Vorratsdatenspeicherung grunds&#228;tzlich verboten h&#228;tte. Vielmehr hat der Rum&#228;nische Verfassungsgerichtshof 2009 entschieden, dass jede anlasslose Vorratsdatenspeicherung mit <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/MRK\/8.html\" title=\"Art. 8 MRK: Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens\">Art. 8<\/a> der Europ&#228;ischen Menschenrechtskonvention unvereinbar ist. Eine Vorratsdatenspeicherung f&#252;hre \u201ezur Beseitigung des Kerngehalts dieses Rechts\u201c, denn \u201e[d]ie rechtliche Verpflichtung zur kontinuierlichen Vorratsspeicherung per\u00ads&#246;nlicher Daten macht [&#8230;] die Ausnahme vom Grundsatz des Schutzes des Rechts auf Privatsph&#228;re und Meinungsfreiheit zur absoluten Regel\u201c. Sie finden die vollst&#228;ndige Urteilsbegr&#252;ndung im Internet.<sup id=\"cite_ref-ftn11_19-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn11-19\" target=\"_top\">[20]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Auch der Tschechische Verfassungsgerichtshof &#228;u&#223;erte 2011 \u201eZweifel daran, ob eine unterschiedslose und vorsorgliche Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten nahezu jeder elektronischer Kommunikation im Hinblick auf die Intensit&#228;t des Eingriffs und die Vielzahl der privaten Nutzer elektronischer Kommunikation erforderlich und verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig ist.\u201c<sup id=\"cite_ref-ftn12_20-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn12-20\" target=\"_top\">[21]<\/a><\/sup> Da der Staat die Erforderlichkeit und Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit einer Vorratsdatenspeicherung &#252;berzeugend nachweisen muss, ist dieser Beweis im Zweifelsfall nicht erbracht und das Prinzip einer anlasslosen fl&#228;chendeckenden Vorratsdatenspeicherung auch nach dieser Entscheidung menschenrechtswidrig.<\/p>\n<p>Dass die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung selbst noch nicht verworfen worden ist, liegt einzig daran, dass ihre Vereinbarkeit mit den Grundrechten vom Europ&#228;ischen Gerichtshof bislang nicht gepr&#252;ft worden ist. Der irische High Court hat 2010 angek&#252;ndigt, dem Europ&#228;ischen Gerichtshof diese Frage vorzulegen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird dies \u2013 wie zuvor in Rum&#228;nien, Deutschland und Tschechien \u2013 zur Nichtigerkl&#228;rung f&#252;hren.<\/p>\n<p>Es trifft nicht zu, dass alle Mitgliedsstaaten der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung zugestimmt h&#228;tten. Zwei Mitgliedsstaaten haben dagegen gestimmt (Irland, Slowakei) und &#214;sterreich hat sich enthalten. W&#228;re die Richtlinie ordnungsgem&#228;&#223; als Instrument zur Strafverfolgung innerhalb der damaligen \u201eDritten S&#228;ule\u201c behandelt worden, h&#228;tte sie mangels Einstimmigkeit niemals angenommen werden k&#246;nnen.<\/p>\n<p>Dass die Nichtumsetzung der Richtlinie den EU-Vertrag verletzt, mag sein. Ihre Umsetzung w&#252;rde aber die Europ&#228;ische Menschenrechtskonvention verletzen. Es ist klar, dass die Menschenrechte Vorrang haben m&#252;ssen vor einer Richtlinie, die ohnehin bald f&#252;r nichtig erkl&#228;rt werden wird, zumal schon jetzt 20 Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland beim Europ&#228;ischen Gerichtshof anh&#228;ngig sind.<sup id=\"cite_ref-ftn22_21-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn22-21\" target=\"_top\">[22]<\/a><\/sup> <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/AEUV\/114.html\" title=\"Art. 114 AEUV: (ex-Artikel 95 EGV)\">Artikel 114 Absatz 4 AEUV<\/a> er&#246;ffnet Deutschland im &#220;brigen eine legale M&#246;glichkeit, das bestehende Verbot der Vorratsdatenspeicherung ungeachtet der EU-Richtlinie beizubehalten.<\/p>\n<p><strong>5. Alternativen<\/strong><\/p>\n<p>Erfreulicherweise haben Sie der Erwartung Ausdruck verliehen, dass es der EU-Kommission voraussichtlich nicht gelingen wird, die Notwendigkeit einer Vorratsdatenspeicherung nachzuweisen. Diese Meinung teile ich vollkommen.<\/p>\n<p>Es ist richtig, dass Alternativen zu einer verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung gefunden werden m&#252;ssen. Wirklich n&#252;tzlich zur Verbesserung der Strafverfolgung w&#228;ren ganz andere Ma&#223;nahmen als eine Erfassung der Verbindungsdaten Unverd&#228;chtiger: N&#252;tzlich w&#228;re etwa eine schnelle, grenz&#252;berschreitende Datensicherung, wie sie schon in der Cybercrime-Konvention des Europarats vorgesehen, bislang aber nicht zufriedenstellend umgesetzt ist. Wichtig w&#228;re auch eine bessere Ausbildung und Ausstattung der Strafverfolger und der Justiz, die heute nicht einmal die bekannten Straftaten in angemessener und unverj&#228;hrter Zeit bearbeiten und auswerten k&#246;nnen. Zur Verh&#252;tung von Identit&#228;tsdiebstahl und sonstigem Datenmissbrauch muss die Verf&#252;gbarkeit pers&#246;nlicher Daten f&#252;r Straftaten reduziert werden; hier tut ein verbesserter Daten- und Verbraucherschutz Not.<\/p>\n<p>Gegen eine gezielte, rechtsstaatliche Sicherung und Aufzeichnung der Daten Verd&#228;chtiger habe ich nichts einzuwenden. Dieses Verfahren wird \u201eData Preservation\u201c oder \u201eQuick Freeze\u201c genannt. Demgegen&#252;ber lehnen wir den \u201eQuick Freeze Plus\u201c genannten Vorschlag entschieden ab, denn dieser bedeutet nichts anderes als \u201eQuick Freeze plus Vorratsdatenspeicherung\u201c. Soweit die Bef&#252;rworter von \u201eQuick Freeze plus Vorratsdatenspeicherung\u201c \u2013 wie die Bundesjustizministerin \u2013 eine \u201ekurze Speicherfrist\u201c propagieren, ist oben bereits erl&#228;utert worden, dass dies nichts an dem grundlegenden Schaden f&#252;r unsere Gesellschaft &#228;ndern w&#252;rde, den der anlass- und unterschiedlose Charakter einer Vorratsdatenspeicherung zwangsl&#228;ufig nach sich zieht.<\/p>\n<p>Leider k&#246;nnen wir bei der Suche nach Alternativen nicht auf die Unterst&#252;tzung oder Vorschl&#228;ge der EU-Kommission hoffen. Die Kommission hat sich n&#228;mlich bereits auf die Vorratsdatenspeicherung festgelegt. \u201eData retention is here to stay\u201c sagte EU-Innenkommissarin Malmstr&#246;m 2010, noch bevor die Evaluierung der Richtlinie abgeschlossen war. \u201eDie EU sollte die Vorratsdatenspeicherung als Sicherheitsma&#223;nahme unterst&#252;tzen und regeln\u201c, hei&#223;t es dann auch im Evaluierungsbericht vom April 2011.<\/p>\n<p>Der Grund f&#252;r die Unbeweglichkeit der EU-Kommission liegt darin, dass EU-Innenkommissarin Malmstr&#246;m keine Mehrheit f&#252;r eine Abschaffung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung sieht, gegen die sie damals selbst gestimmt hat. Da Malmstr&#246;m das Mantra einer gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Vereinheitlichung verfolgt, weigert sie sich auch, Alternativen zu einer Vorratsdatenspeicherung wenigstens zuzulassen und in der Richtlinie nur noch Obergrenzen f&#252;r diejenigen Mitgliedsstaaten zu setzen, deren Parlamente und Verfassungsgerichte eine Vorratsdatenspeicherung &#252;berhaupt zulassen wollen. Eine solche Flexibilisierung haben eine Reihe zivilgesellschaftlicher Organisationen bereits vorgeschlagen.<sup id=\"cite_ref-ftn13_22-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_note-ftn13-22\" target=\"_top\">[23]<\/a><\/sup> Die EU-Kommission jedoch will eine gezielte Datensicherung im Bedarfsfall allenfalls zus&#228;tzlich zur Vorratsdatenspeicherung regulieren, anstatt sie als Alternative zuzulassen.<\/p>\n<p>Da Folgenabsch&#228;tzung und Richtlinienvorschlag der EU-Kommission nur marginale, v&#246;llig unzureichende &#196;nderungen vorschlagen werden, wird es am Europ&#228;ischen Parlament liegen, dem europaweiten Zwang zu einer anlasslosen, fl&#228;chendeckenden Vorratsdatenspeicherung ein Ende zu setzen. Ich hoffe, dass Sozialdemokraten, Liberale, Gr&#252;ne und Linke dazu ein breites B&#252;ndnis gegen verdachtslose Vorratsdatenspeicherung bilden werden. Ich denke, dass sich dann auch die Mitgliedsstaaten nicht l&#228;nger der Einsicht werden entziehen k&#246;nnen.<\/p>\n<p>Es trifft zwar zu, dass die meisten Innenminister der Mitgliedsstaaten bisher noch verbissener an der Vorratsdatenspeicherung festhalten als die EU-Kommission. Gro&#223;britannien etwa hat im Koalitionsvertrag aber vereinbart, die anlasslose Vorratsdatenspeicherung im Internetbereich abzuschaffen. Soweit Sie die Anschl&#228;ge auf Madrid angesprochen haben, sind diese zwar mithilfe von Kommunikationsdaten, jedoch ohne Vorratsdatenspeicherung aufgekl&#228;rt worden. Es gibt keinen terroristischen Anschlag, zu dessen Aufkl&#228;rung es einer Vorratsdatenspeicherung bedurft h&#228;tte.<\/p>\n<p>[&#8230;] von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristen m&#246;chte Anfang 2012 ein Gespr&#228;ch der Abgeordneten der S&amp;D-Fraktion im Europ&#228;ischen Parlament zur Vorratsdatenspeicherung organisieren. Es w&#252;rde mich freuen, wenn Sie ihn bei der Organisation eines solchen Gespr&#228;chs unterst&#252;tzen k&#246;nnten. Geeignete Fachleute und Sachverst&#228;ndige kann ich Ihnen gerne nennen.<\/p>\n<p>Es w&#252;rde mich freuen, wenn wir in dieser Sache im Gespr&#228;ch blieben k&#246;nnten.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en [&#8230;]<\/p>\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"cite_note-ftn0-0\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn0_0-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> The News.pl, Journalists&#8216; phones monitored in politically inspired investigation?, 8 October 2010, <a title=\"http:\/\/www.thenews.pl\/1\/9\/Artykul\/5241,Journalists-phones-monitored-in-politically-inspired-investigation\" href=\"http:\/\/www.thenews.pl\/1\/9\/Artykul\/5241,Journalists-phones-monitored-in-politically-inspired-investigation\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.thenews.pl\/1\/9\/Artykul\/5241,Journalists-phones-monitored-in-politically-inspired-investigation<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn1-1\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn1_1-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> Deutsche Welle, Telekom Says Data From 17 Million Customers Was Stolen, 4 October 2008, <a title=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,3690132,00.html\" href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,3690132,00.html\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,3690132,00.html<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn2-2\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn2_2-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Telekom-Mitarbeiter-verhielten-sich-bei-Suche-nach-Datendieb-gesetzeswidrig--\/meldung\/118106\" href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Telekom-Mitarbeiter-verhielten-sich-bei-Suche-nach-Datendieb-gesetzeswidrig--\/meldung\/118106\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Telekom-Mitarbeiter-verhielten-sich-bei-Suche-nach-Datendieb-gesetzeswidrig&#8211;\/meldung\/118106<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn3-3\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn3_3-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/archiv\/bka-reform---das-bundeskriminalamt-soll-per-gesetz-mehr-befugnisse-bei-der-terrorabwehr-bekommen--neue-fahndungsmethoden-sollen-die-jagd-auf-staatsfeinde-erleichtern--beamter-unter-verdacht,10810590,10501420.html\" href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/archiv\/bka-reform---das-bundeskriminalamt-soll-per-gesetz-mehr-befugnisse-bei-der-terrorabwehr-bekommen--neue-fahndungsmethoden-sollen-die-jagd-auf-staatsfeinde-erleichtern--beamter-unter-verdacht,10810590,10501420.html\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/archiv\/bka-reform&#8212;das-bundeskriminalamt-soll-per-gesetz-mehr-befugnisse-bei-der-terrorabwehr-bekommen&#8211;neue-fahndungsmethoden-sollen-die-jagd-auf-staatsfeinde-erleichtern&#8211;beamter-unter-verdacht,10810590,10501420.html<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn4-4\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn4_4-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/newstopics\/politics\/lawandorder\/6598947\/T-Mobile-data-was-sold-on-for-more-than-a-year.html\" href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/newstopics\/politics\/lawandorder\/6598947\/T-Mobile-data-was-sold-on-for-more-than-a-year.html\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/newstopics\/politics\/lawandorder\/6598947\/T-Mobile-data-was-sold-on-for-more-than-a-year.html<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn5-5\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn5_5-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.pragerzeitung.cz\/?c_id=17621\" href=\"http:\/\/www.pragerzeitung.cz\/?c_id=17621\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.pragerzeitung.cz\/?c_id=17621<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn6-6\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn6_6-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.webcitation.org\/5xTUKdNqb\" href=\"http:\/\/www.webcitation.org\/5xTUKdNqb\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.webcitation.org\/5xTUKdNqb<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn7-7\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn7_7-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.bigbrotherwatch.org.uk\/Police_databases.pdf\" href=\"http:\/\/www.bigbrotherwatch.org.uk\/Police_databases.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.bigbrotherwatch.org.uk\/Police_databases.pdf<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn16-8\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn16_8-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/poltische-affaeren-erschuettern-frankreich-staatsspionage-gegen-journalisten-1.1144365\" href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/poltische-affaeren-erschuettern-frankreich-staatsspionage-gegen-journalisten-1.1144365\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/poltische-affaeren-erschuettern-frankreich-staatsspionage-gegen-journalisten-1.1144365<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn17-9\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn17_9-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/frankreich-geheimdienst\u2014betreut--angeblich-journalisten,1472596,4801086.html\" href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/frankreich-geheimdienst%E2%80%94betreut--angeblich-journalisten,1472596,4801086.html\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\"><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/frankreich-geheimdienst\">http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/frankreich-geheimdienst<\/a>\u2014betreut&#8211;angeblich-journalisten,1472596,4801086.html<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn18-10\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn18_10-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.oe24.at\/welt\/Sarkozy-droht-Spitzelaffaere\/6900740\" href=\"http:\/\/www.oe24.at\/welt\/Sarkozy-droht-Spitzelaffaere\/6900740\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.oe24.at\/welt\/Sarkozy-droht-Spitzelaffaere\/6900740<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn14-11\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn14_11-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/blog-de-canard.blog4ever.com\/blog\/lire-article-442415-1993515-sarko_supervise_l_espionnage_des_journalistes.html\" href=\"http:\/\/blog-de-canard.blog4ever.com\/blog\/lire-article-442415-1993515-sarko_supervise_l_espionnage_des_journalistes.html\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/blog-de-canard.blog4ever.com\/blog\/lire-article-442415-1993515-sarko_supervise_l_espionnage_des_journalistes.html<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn19-12\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn19_12-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.oe24.at\/welt\/Sarkozy-droht-Spitzelaffaere\/6900740\" href=\"http:\/\/www.oe24.at\/welt\/Sarkozy-droht-Spitzelaffaere\/6900740\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.oe24.at\/welt\/Sarkozy-droht-Spitzelaffaere\/6900740<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn15-13\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn15_13-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.franceinfo.fr\/france-justice-police-2011-05-06-affaire-woerth-bettencourt-l-enquete-du-procureur-courroye-sur-la-534584-9-11.html\" href=\"http:\/\/www.franceinfo.fr\/france-justice-police-2011-05-06-affaire-woerth-bettencourt-l-enquete-du-procureur-courroye-sur-la-534584-9-11.html\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.franceinfo.fr\/france-justice-police-2011-05-06-affaire-woerth-bettencourt-l-enquete-du-procureur-courroye-sur-la-534584-9-11.html<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn8-14\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn8_14-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/wiki.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/Bericht_Sicherheit-vor-Sammelwut.pdf\" href=\"http:\/\/wiki.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/Bericht_Sicherheit-vor-Sammelwut.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/wiki.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/Bericht_Sicherheit-vor-Sammelwut.pdf<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn9-15\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn9_15-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> Hintergrundinformationen und Fakten zur Evaluierung der Richtlinie <a target=\"_self\" href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=CELEX:32006L0024:DE:HTML\">2006\/24\/EG<\/a> zur Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten, <a title=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/akvorrat_evaluierung_hintergrund_2011-04-17.pdf\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/akvorrat_evaluierung_hintergrund_2011-04-17.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/akvorrat_evaluierung_hintergrund_2011-04-17.pdf<\/a>, 15 ff.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn10-16\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn10_16-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/Sachstand_036-11.pdf\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/Sachstand_036-11.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/Sachstand_036-11.pdf<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn20-17\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn20_17-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.edri.org\/files\/shadow_drd_report_110417.pdf\" href=\"http:\/\/www.edri.org\/files\/shadow_drd_report_110417.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.edri.org\/files\/shadow_drd_report_110417.pdf<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn21-18\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn21_18-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung: Hintergrundinformationen und Fakten zur Evaluierung der Richtlinie <a target=\"_self\" href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=CELEX:32006L0024:DE:HTML\">2006\/24\/EG<\/a> zur Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten, 17. April 2011, <a title=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/akvorrat_evaluierung_hintergrund_2011-04-17.pdf\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/akvorrat_evaluierung_hintergrund_2011-04-17.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/images\/akvorrat_evaluierung_hintergrund_2011-04-17.pdf<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn11-19\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn11_19-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/342\/1\/lang,de\/#Urteil\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/342\/1\/lang,de\/#Urteil\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/342\/1\/lang,de\/#Urteil<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn12-20\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn12_20-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/437\/79\/lang,de\/\" href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/437\/79\/lang,de\/\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/437\/79\/lang,de\/<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn22-21\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn22_21-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eu_law\/docs\/docs_infringements\/annual_report_28\/statannex_1-3_en.pdf\" href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eu_law\/docs\/docs_infringements\/annual_report_28\/statannex_1-3_en.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/ec.europa.eu\/eu_law\/docs\/docs_infringements\/annual_report_28\/statannex_1-3_en.pdf<\/a>.<\/li>\n<li id=\"cite_note-ftn13-22\"><a title=\"\" href=\"#cite_ref-ftn13_22-0\" target=\"_top\">\u2191<\/a> <a title=\"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/data\/joint_position_15-07-2011.pdf\" href=\"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/data\/joint_position_15-07-2011.pdf\" rel=\"nofollow\" target=\"_top\">http:\/\/www.daten-speicherung.de\/data\/joint_position_15-07-2011.pdf<\/a>.<\/li>\n<\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus einem Brief an die SPD-Europaabgeordnete und Innenexpertin Birgit Sippel vom 27.11.2011: Hintergrundinformationen zur Vorratsdatenspeicherung Sehr geehrte Frau Sippel, mit gro&#223;em Interesse habe ich Ihre Diskussionsbeitr&#228;ge bei der Podiumsdiskussion zur Vorratsdatenspeicherung am 17.11.2011 in Regensburg verfolgt. Da Sie seit einiger Zeit Mitglied der Expertengruppe zur Vorratsdatenspeicherung sind, w&#252;rde ich Ihnen gerne zu 5 Punkten, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,13,6],"tags":[34],"class_list":["post-3879","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-datenschutz-im-staat","category-metaowl-watchblog","category-vorratsdatenspeicherung","tag-eu"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3879"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3879\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3886,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3879\/revisions\/3886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}